61% aller agilen Projekte verdienen die Bezeichnung nicht

Das mit den Statistiken ist immer so eine Sache. Da wir in der agilen Community aber auch nicht ganz ohne auskommen, hier mal einige Erkenntnisse auf Basis des Chaos-Reports 2015 der Standish Group.

Ich hatte im Artikel zur Beyond Project Management Blogparade schon mal die Zahlen aus Software in 30 Tagen vorgestellt:

Im direkten Vergleich sind die agilen Projekte drei Mal erfolgreicher. Aber die Erfolgsrate ist nicht wirklich berauschend mit 42%.

Für die darauf folgenden Jahre ergibt sich folgendes Bild:

Im direkten Vergleich sind die agilen Projekte 3,5 Mal erfolgreicher. Aber die Erfolgsrate ist nicht wirklich berauschend mit 39%.

Wenn man beide Perioden miteinander vergleicht, ist sowohl bei Wasserfall als auch bei agilen Projekten der Anteil gescheiterter Projekte unverändert geblieben. Die Erfolgsrate ist jeweils um 3% gesunken, was das Verhältnis für die agilen Projekte sogar verbessert. Allerdings erhöht sich auch der Anteil der agilen Projekte, die diese Bezeichnung nicht verdienen.

Es scheint, als würde die Entwicklung andeuten, dass es immer schwieriger wird, erfolgreich zu sein. Allerdings trifft es die Wasserfall-Projekte dabei drei Mal härter. Wenn man der These der zunehmenden Komplexität folgt, lässt sich das erklären.

Nachtrag: Siehe auch Standish Group 2015 Chaos Report – Q&A with Jennifer Lynch